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                Öl/ Acryl auf Leinwand  Auswahl             

 

         


 

 

 

 

 

 

 

 

 


Farbe als Material....

.... hat mich schon immer interessiert, sagt Petra Dornseifer von sich. Und schon in ihren frühen Arbeiten verwendete sie Farben zusammen mit anderer Materie. Sand und Erde unterstützten den fast skulpturalen Ausdruck der Arbeiten auf Leinwand. Die Materialien waren Fundstücke - wie die mit ihnen verarbeiteten Eindrücke - noch nahe am Gesehenen in expressionistisch anmutender Abstraktion.

Im Verlauf ihrer künstlerischen Entwicklung veränderte sich der Umgang mit dem Material - von der Visualisierung von Eindrücken zu ihrer Transformierung in reine Farbe in Mischtechniken zwischen Öl und Tempera. Der direkte Zugang zu den Eindrücken und die direkte Umsetzung in Farbe bildet für die Künstlerin eine Einheit, den roten Faden ihrer Arbeit. "Authentisch" ist ein großes Wort dafür: ganz bei ihren Eindrücken, den "Fundstücken" zu bleiben, ist Petra Dornseifer wichtig.

Ihre Fundstücke sammelt die Künstlerin fast nebenbei - auf dem Weg zum Atelier, beim Joggen, Spazierengehen, oft am Wasser. Diese Dynamik spricht aus den Bildern, besonders in dem Zyklus 'Blaue Bilder, der das Lebenselement 'Wasser' zum Inhalt hat und weit über die Beschäftigung mit Wasser hinaus auf die Lebendigkeit des Phänomens als basale Metapher für Leben verweist.

Dem Sammeln von Eindrücken folgt der Arbeitsprozess, das Erspüren der Umsetzung des Gesehenen und dessen manchmal verborgene Bezüge, die Wahl des Formates, das Spannen der Leinwand, das Finden der Farben:,Und dann fange ich einfach an.' Eine hohe haptische Qualität der Farbflächen, die von Farbstrukturen aufgelöst und in bewegte Farbräume überführt scheinen, bleibt auch in den jüngeren Arbeiten erhalten, wird weitergeführt und intensiviert.

Die Unmittelbarkeit des ,Einfach-Anfangens' setzt sich fort in einem beinahe meditativen fokussiert sein auf die Arbeit: ,Drin sein, in dem was man tut', bringt es die Künstlerin auf den Punkt. Sich ganz in den Malprozess hinein zu geben, sich und das Bild von innerer Ablenkung, äußerer Bewertung oder ,dem Schritt zu weit' zu schützen und diese Grundhaltung zur Qualität des Arbeitens zu erheben, erklärt, warum Petra Dornseifer einen weiteren Zyklus ,Seelenlandschaften' nennt. Die Arbeiten dieses Zyklus sind Ausdruck einer inneren Topografie, die im Arbeitsprozess intuitiv bis zu dem Punkt geführt werden, an dem der Farbzusammenklang für die Künstlerin stimmig ist. Dann ist die Arbeit an diesem Bild beendet.

Die Betrachter staunen zu machen und zum Selbersehen zu ermutigen, ist das Ziel der Künstlerin. ,Manchmal sehen sie etwas komplett anderes als ich', sagt Petra Dornseifer, die immer neugierig darauf ist, zu welchen Gedanken ihre Bilder die Betrachter inspirieren.,Das bringt mich auf ganz neue Gedanken', sagt sie und hat besonderen Spaß daran, dass sich andere intensiv mit ihren Bildern beschäftigen.

erschienen zur Atelierausstellung 2006

Dorothea Wand M.A.

 
 
 
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